Projektwochen verstehen

Eine Teilwoche ist trotzdem eine Kalenderwoche.

Für realistische Projektplanung lohnt es sich, Zeitraum, ISO-Wochen und verfügbare Arbeitstage getrennt zu betrachten.

01 / BERÜHRTE WOCHEN

Jede angeschnittene KW zählt.

Beginnt ein Projekt freitags und endet am darauffolgenden Dienstag, umfasst es fünf Kalendertage, aber zwei Kalenderwochen. Der Kalenderwochenrechner zählt alle ISO-Wochen, in denen mindestens ein Tag des Projekts liegt.

Fr–SoKW 30 · Teilwoche+Mo–DiKW 31 · Teilwoche

02 / VOLLE UND TEILWOCHEN

Voll bedeutet Montag bis Sonntag.

Eine volle Projektwoche enthält alle sieben Tage der betreffenden ISO-Woche. Start- und Endwoche sind meist Teilwochen. Das ist für Kapazitätsschätzungen wichtig: Zwölf berührte Wochen sind nicht automatisch zwölf volle Wochen.

03 / ARBEITSTAGE

Montag bis Freitag, ohne Feiertage.

Die Arbeitstagszahl zählt jeden Montag bis Freitag im inklusiven Projektzeitraum. Feiertage werden bewusst nicht abgezogen, weil sie von Bundesland, Ort und Jahr abhängen. Urlaub, Betriebsferien und individuelle Arbeitsmodelle gehören ebenfalls in die operative Feinplanung.

04 / PUFFER

Puffer beginnt nach dem Zieltermin.

Jede Pufferwoche verlängert den Zeitrahmen um genau sieben Kalendertage. Die Timeline kennzeichnet diese Wochen gesondert. So bleibt sichtbar, was Kernlaufzeit und was Risikoreserve ist.

05 / ISO-JAHR

KW immer zusammen mit dem Jahr nennen.

Rund um den Jahreswechsel kann das ISO-Wochenjahr vom Kalenderjahr eines Tages abweichen. Eine belastbare Angabe lautet deshalb beispielsweise „KW 01/2027“ und nicht nur „KW 1“.